Biblische Texte und Impulse zum Nachdenken auf dem Weg

Weggottesdienst vom Gemeindezentrum Lösenbach bis zur Kirche an der Halverstraße in Brügge

Mitglieder des von Eberhard Reich geleiteten Posaunenchores Brügge begleiteten mit Pfingstliedern wie „Oh komm, du Geist der Wahrheit“ den Start des Weggottesdienstes, zu dem die evangelische  Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach am Pfingstmontag unter dem Motto „Pilgern ist Beten mit den Füßen“ eingeladen hatte.

Vom Gemeindezentrum Lösenbach aus, wo dieser eröffnet wurde, führte der Weg zur Kirche an der Halverstraße in Brügge. Dabei wurden insgesamt 13 Stationen angesteuert, für die Gemeindepädagogin Sabine Drescher und die Gemeindemitarbeiterinnen Cornelia Siebel und Yvonne Meuser sich viel Interessantes zur Geschichte von der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu und von der Ausgießung des Heiligen Geistes hatten einfallen lassen. Alle, die sich aufgemacht hatten, hatten einen ausführlichen Plan für die Tour bekommen und fanden an den einzelnen Haltepunkten kurze Beschreibungen – verbunden mit biblischen  Texten und Impulsen zum Nachdenken und Handeln vor. Von der Schubertstraße aus führte die Route zunächst über den Stoberg, die Haydnstraße und die Lösenbacher Landstraße. Von dort aus ging es bergauf  zur Parkstraße, über die Falkenhöhe und an der Kapelle auf dem Friedhof am Röttgen vorbei und dann hinunter zur Volmestraße und zum Bahnhof. Danach erreichte man schließlich die Endstation, die evangelische Kirche in Brügge.

An den einzelnen Stationen beschäftigte man sich mit der Geschichte von den Emmaus-Jüngern, durch die deutlich wurde, dass „Jesus Christus bei uns bleibt – auch wenn wir es  manchmal nicht erkennen können“ oder man schrieb eine Karte für einen Menschen, der einem besonders am Herzen liegt. Um die Überwindung des Todes durch Jesus Christus und den Neuanfang sichtbar zu machen, konnte man auch  ein Osterkreuz schmücken. Am Steinbruch dachte man über die „Brüche und steinigen Krisenzeiten im Leben“ nach, und an der Tankstelle an der Lösenbacher Landstraße ging es um die Frage „Wie tanken wir  auf?“ Man bewunderte beim Gang durch die Natur auch die Schönheit der Schöpfung und konnte sich durch den Blick auf den Himmel zur Kreativität anregen lassen. Die Verbindung zu Jesus Christus und der  Auftrag der Christen waren weitere Themen, mit denen man sich beschäftigte. Zudem konnte man sich Kärtchen mit Trost- und Hoffnungsworten mitnehmen, sich mit Getränken erfrischen und über kleine  Überraschungen freuen. Auf dem Vorplatz der Kirche, auf dem man im herrlichen Sonnenschein sichtlich die Gemeinschaft genoss, feierte man bei Liedern wie „Eingeladen zum Fest des Glauben“, die Leonhard  Voos (Keyboard) und Matthias Gregor (Gesang) vortrugen, „Pfingsten als Fest der Hoffnung und als Geburtstag der Kirche“.

Bevor Sabine Drescher allen zum Abschied Segensworte zusprach, ehrte sie noch die 87-jährige Else Pietrucha,die als älteste Teilnehmerin den Stationenweg zurückgelegt hatte und Isabel Rettberg (34) als eine der jüngsten Teilnehmerinnen und neues Gemeindeglied. Die Rückfahrt zum  Gemeindezentrum Lösenbach bzw. nach Lüdenscheid hatten alle, die mitgepilgert waren, selbst organisiert.

Ingrid Weiland

(erschienen in: Unsere Kirche [UK] (23), 6. Juni 2021, S. 21).


Den vorherigen Bericht von Isatu Koruma findet ihr hier!


Bilder zum Pfingstgottesdienst findet ihr hier in der Bildergalerie:

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