Rosh Hashana – Neujahrsfest

Das Neujahrsfest Rosh Hashana und die Bußtage im Judentum

Israel zählt am Vorabend des jüdischen Neujahrsfests 9,593 Millionen Einwohner. Davon sind 7,069 Millionen Juden (74 Prozent), 2,026 Millionen Araber (21 Prozent) und der Rest „andere“, etwa nicht-arabische Christen oder Angehörige anderer Religionen, wie das israelische Zentralbüro für Statistik (CBS) am Mittwoch mitteilte. Die Bevölkerung wuchs im zu Ende gehenden jüdischen Jahr um 187.000, etwa zwei Prozent. Das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana beginnt am Sonntagabend und dauert bis Dienstag (25. bis 27. September).

Laut CBS sind 91,5 Prozent der jüdischen Israelis mit ihrem Leben zufrieden, verglichen mit 70,7 Prozent unter den arabischen Bürgern. Die Lebenserwartung gehört mit 80,5 Jahren bei Männern und 84,6 bei Frauen zu den höchsten der Welt. Bis Ende 2048 dürfte die Bevölkerung Israels den Angaben zufolge auf 15 Millionen steigen.

Am jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana wird zwei Tage lang der Beginn des neuen Jahres und zugleich der Jahrestag der göttlichen Schöpfung der Welt gefeiert. Viele Juden versammeln sich zum Gebet in der Synagoge. Höhepunkt ist das Blasen des Schofars, des Widderhorns.

„Kopf des Jahres“

Rosch Haschana heisst das jüdische Neujahrsfest auf Hebräisch. Es bedeutet wörtlich „Kopf des Jahres“ und leitet zehn Busstage ein, die in Jom Kippur (Versöhnungstag), dem höchsten jüdischen Feiertag, münden. Das Neujahrsfest leitet in diesem Jahr das Jahr 5783 nach Erschaffung der Welt ein. Weil sich die Terminberechnung nach dem Rhythmus des Mondes richtet, ist es ein bewegliches Fest. In diesem Jahr beginnt es am Abend des 25. September und dauert bis zum 27. September. 

Die Bezeichnung Rosch Haschana kommt in der Bibel nicht vor, doch hat das Fest biblische Bezüge: Im Buch Leviticus (3. Buch Mose im Alten Testament) ist die Rede von einem „heiligen Tag mit lautem Blasen des Schofar (Widderhorn) zum Gedächtnis“. Das Fest dauert zwei Tage. Seine wichtigsten religiösen Inhalte sind Reue und Busse, die Vorbereitung auf den Tag des göttlichen Gerichts und Gebete für ein fruchtbares Jahr.

Das Fest fällt in den siebten Monat des jüdischen Kalenders. Tischri ist der Monat, in dem nach Auffassung des einflussreichen Rabbi Elieser (90-130 n. Chr.) die Welt und der erste Mensch erschaffen wurden. Zu den wichtigsten Gebräuchen von Rosch Haschana gehören neben dem Schofar-Blasen während eines ausgedehnten Gottesdienstes reiche häusliche Mahlzeiten mit vielen süssen Speisen sowie das Eingehen privater einjähriger Gelübde.

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